Neue Plattform für biobasierte Rohstoffe in der industriellen Biotechnologie
Mit der Marke Fermbase bündelt CREMER Rohstoffe und Lieferketten für die industrielle Biotechnologie. Das Angebot soll den Zugang zu biobasierten Ausgangsstoffen erleichtern und Skalierung vom Labor in die Produktion unterstützen.
Die industrielle Biotechnologie wächst schnell, doch der Zugang zu geeigneten biobasierten Rohstoffen bleibt oft eine Hürde. Mit FermBase stellt das Hamburger Unternehmen CREMER nun eine Plattform vor, die genau hier ansetzt. Ziel ist es, Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette mit passenden Ausgangsstoffen und skalierbaren Lieferlösungen zu versorgen.
Rohstoffe und Lieferketten aus einer Hand
FermBase richtet sich an Unternehmen, die biotechnologische Prozesse entwickeln oder bereits im industriellen Maßstab betreiben. Im Fokus stehen nachwachsende Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Zucker oder andere biogene Zwischenprodukte, die als Substrate für Fermentationen dienen. Fermentation bezeichnet dabei die Nutzung von Mikroorganismen, um aus solchen Rohstoffen Chemikalien, Materialien oder Inhaltsstoffe herzustellen.
Nach Angaben von CREMER kombiniert die Plattform die Beschaffung dieser Rohstoffe mit Logistik und Qualitätsmanagement. Damit sollen typische Engpässe reduziert werden, die entstehen, wenn Prozesse aus dem Labormaßstab in größere Produktionsvolumina überführt werden. Gerade dieser Übergang gilt in der Branche als kritische Phase, weil Verfügbarkeit, Preisstabilität und gleichbleibende Qualität der Rohstoffe entscheidend sind.
Skalierung als Schlüssel für die Bioökonomie
Für die Bioökonomie ist der Ansatz vor allem im Kontext der Skalierung relevant. Viele biobasierte Prozesse sind technisch erprobt, erreichen aber nur schwer industrielle Größenordnungen. Eine stabile Versorgung mit geeigneten Rohstoffen ist dabei ein zentraler Faktor.
CREMER positioniert FermBase als Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Rohstoffhandel und biotechnologischer Industrie. Durch die Bündelung bestehender Handelsstrukturen mit neuen Anwendungen soll es einfacher werden, biogene Rohstoffe in industrielle Prozesse zu integrieren.
Ob sich solche Plattformansätze durchsetzen, hängt davon ab, ob sie verlässlich große Mengen bereitstellen und gleichzeitig flexibel genug bleiben, um unterschiedliche biotechnologische Anwendungen zu bedienen. Der Bedarf ist jedoch klar. Mit wachsender Nachfrage nach biobasierten Chemikalien, Materialien und Lebensmittelinhaltsstoffen rückt die Rohstoffseite zunehmend in den Mittelpunkt der industriellen Bioökonomie.
ag